Warum ist die Website duedingen-wahlen.ch problematisch?

1. Den Parteien wird eine Position "unterstellt" / Fehlende KI Nachvollziehbarkeit

Auf der Webseite wird nie klar erklärt wie die Positionen der Parteien zustande kommen. Es gibt nur Hinweise auf die Quellen und dass für die Recherche KI verwendet wurde. Es ist aber nicht klar ob die KI die Positionen bestimmt hat oder diese dann manuell bestimmt wurden. Ich vermute die KI.

Das Problem ist, man kann eine Entscheidung einer KI nicht seriös beurteilen oder nachvollziehen wenn wichtige Informationen fehlen. Zum Beispiel fehlt die Information welches Model verwendet wurde oder der Prompt/Auftrag an die KI. Man kann sehr einfach den Prompt anpassen bis man das gewünschte Resultat hat.

Beispiel Mietzins: Die Motion wurde von der SP eingereicht. Es waren 7 SP-Generalräte anwesend. Es gab 9 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung und 35 Nein-Stimmen. Es ist wahrscheinlich dass 7 der 9 Ja-Stimmen von der SP kamen. 1 Ja-Stimme kam wahrscheinlich von der Jungen Liste weil sich jemand ausdrücklich dafür ausgesprochen hat. Es bleiben also 35 Nein-Stimmen, 1 Ja-Stimme und 1 Enthaltung. Daraus werden auf der Webseite 3 klare "Dagegen" und 2 "Ohne Wert".

Manuel Aebischer von der Mitte hat gesagt "[...] wird die Mitte Fraktion diese Motion einstimmig ablehnen." Nathalie Schürch von der Fraktion FWD/glp/ML-CSP/Grüne hat gesagt "[...] wird unsere Fraktion die Motion grossmehrheitlich ablehnen." Von der FDP gab es keine Wortmeldung. Es fehlen 35 Nein-Stimmen, 1 Ja-Stimme und 1 Enthaltung. Sind wird ehrlich, entweder hat keine der anderen Parteien eine klare Position oder aber alle haben nachweislich mehrheitlich gegen die Motion gestimmt.


2. "Keine Position" kann überbewertet werden

Wenn man alle 5 Fragen mit "Teils / teils" beantwortet, erhalten alle Parteien 50%. Aber bei der FDP und der SVP, welche für 2 Themen keine Position haben, wird ein Hinweis hinzugefügt dass 50-70% möglich wären. Es wären aber auch 50% weil die Positionen der Parteien kein "Teils / teils" kennt, nur "Dafür", "Dagegen" und "Ohne Wert".

Wenn man zum Beispiel die 5 Fragen mit "Eher ja", "Eher ja", "Eher ja", "Eher ja" und "Eher nein" beantwortet, erhält die FDP 75%, die SP 55% und die anderen Parteien weniger. Aber 3x stimmt man mit der SP zu 75% überein, und 3x stimmt man mit der FDP 75% überein. Das Problem: Das "Eher Ja" zum Mietzins gibt der SP 75%. Das "Eher Ja" zum Ampelversuch gibt der SP nur 25%. Aber die "Fehlende Position" der FDP zum Mietzins welche wie bereits erklärt fast sicher ein mehrheitliches Nein war, wird "ignoriert".

Ich bin kein Mathematiker und kann nicht defintiv sagen ob die FDP dadurch profitiert. Aber bei mir war es der Fall und deshalb wurde ich erst darauf aufmerksam.


3. Details / Transparenz


4. Wahlwiederholung / Impuls / Leserbrief / Heuchlerei

Erst vor wenigen Tagen hat die FDP in ihrer eigenen Zeitung "impuls" erneut einen Leserbrief veröffentlicht mit dem Titel "Wahldebakel in Düdingen" und im Text steht:

"[...] viel schwerer wiegt der Vertrauensverlust, der durch solche Machenschaften entsteht."

Meine Meinung, aber stärkt eine solche Webseite, ohne das Mitwirken anderer Parteien und das "ablehnen" von gut gemeinten Rückmeldungen das Vertrauen?